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Rumpf und Helling

Rumpf und Helling Rumpf und Helling

Laudatio:

Eine hervorragende Adresse für ein außergewöhnliches und exklusives Modell. Ausführlich und anschaulich wird hier der Bau der bekannten Riva Aquarama beschrieben. Der Autor beschreibt mit viel Liebe zum Detail sein Hobby und es macht Spaß bei ihm zu verweilen.

 


 

Es begann eigentlich im Herbst 1995 : Mein Vereinskollege Walter  kam an einem Montag in den Verein (SMC Albatros Ellerau e.V.) und sagte zu mir: "Wir sollten doch mal wieder ein Holzboot bauen, aber eins aus Mahagoni. Ich weis da schon eins, das sieht super aus. Es gibt aber keinen Bauplan dafür, ich kenne jedenfalls keinen. Ich habe mir aber schon  einen Prospekt schicken lassen, da ist eine Seitenansicht und eine Draufsicht drin." Nach einigem Hin und Her  beschlossen wir das Modell im Maßstab 1:8 zu bauen. Die beiden ca. 12 cm großen Abbildungen wurden solange kopiert bis unser "Plan" die richtige Größe hatte. Aus diesem Plan haben wir mit Zirkel und Zentimetermaß die Maße genommen und die ersten Spanten gezeichnet, aus 3 mm Sperrholz ausgesägt und auf einem Hellingbrett über Kopf aufgestellt

An einem Basteltag kam mein Vereinskollege Walter und sagte: "Ich kann nicht mehr weiterbauen, ich muss beruflich zurück nach Köln". Also wurde das Spantengerippe in die Ecke gelegt. Ich wollte immer weiterbauen, aber das kennt man ja, ein anderes Modell wurde vorgezogen. So hatte der Staub von fast 2 Jahren die Gelegenheit sich zu sammeln.

An einem warmen Mittwochabend im August 1997 war es dann soweit - mein Bastelkollege Harald Gietz und ich hatten uns gerade zu einem Bierchen auf der Terrasse des Parkcaffees zurückgezogen, als Harald sagte "Ich mache mit". Was mit, fragte ich. Na Riva bauen, war die Antwort. Und jetzt ging es wieder los. Als erstes wurde der zweite Spantensatz auf ein zweites Hellingbrett gestellt.

Nun wurden beide mittels Höhenreißer kontrolliert und wir fanden einige Fehler, wo wir noch Spanten ändern oder neu bauen mussten. Gleichzeitig hatten wir uns ca. 9 Meter Mahagoni Fußbodensockelleisten besorgt, aus denen wir unsere Beplankungsleisten im Maß 10x3 x 1200 mm gesägt haben. Für jedes Boot hatten wir ca. 80 Leisten errechnet. Die ersten Leisten wurden am Spiegel aufgeleimt. Jede Mahagonileiste wurde einzeln auf Schmiege bearbeitet. Es durfte nicht der kleinste Spalt zu sehen sein, da später hier nicht mehr gespachtelt werden konnte.

Die Wellenanlage wurde gleich mit in den Boden eingebaut, da beide Wellen wie im Original frei laufen sollten und von den Lagerböcken vor der Schraube gestützt werden. Um das zu ereichen, wurden wie auf dem Foto zu sehen ist, die Stevenrohre am Hellingbrett in einer Halterung im richtigem Winkel befestigt.

Im Rumpf wurde das Messingrohr (6 mm Durchmesser) am Spant mit Zweikomponentenkleber verklebt. So hatten wir zwei feste Punkte und konnten das Stützlager einpassen. Diesen Lagerbock haben wir aus 5 mm  Messing gefertigt. Um den Lagerbock wieder demontieren zu können wurde er 3 mal angebohrt. Zwei der Bohrlöcher wurden mit einer 2 mm Reibahle aufgerieben, um später zwei Passstifte aufnehmen zu können. In das dritte Bohrloch schnitten wir ein M3 Gewinde. Der Lagerbock wurde an der Rumpfoberseite im Winkel der Bodenplanken getrennt und mit zwei Passstiften versehen eingeklebt.

Nun wurden die 6 mm Messingrohre mit den Lagerböcken hartverlötet. Die überstehenden Rohrstücke wurden abgetrennt und der Lagerbock in Form gefeilt. In das am Lagerbock angelötete Rohrstück wurden nun zwei Bundbuchsen (3 mm Innendurchmesser ) eingesetzt, und mit Loctide verklebt.
Im Rumpf wurde auf die Rohrenden noch eine auf der Drehbank gefertigte Kugellagerhalterung aufgepresst. In die Halterungen wurde jeweils ein Kugellager von 8 mm Außen- und 3 mm Innendurchmesser eingesetzt. An der Stelle, an der das Stevenrohr durch die Bodenplanken austritt, wurde noch nach der Lackierung eine aus Lagerbronze und auf  3 mm aufgeriebene 15 mm lange Lagerbuchse eingeklebt. So werden unsere 3 mm V2a Wellen an drei Punkten gelagert.

Harald macht sich Gedanken über die erste Seitenplanke. Das war ganz schön knifflig. Die Leiste läuft vorn ca. auf halber Bootslänge zu einer Spritzkante am Bug aus. Aber irgendwann haben wir es doch geschafft. Nun ging es mit dem Beplanken der Seiten weiter.

Die Leisten mussten auch wieder einzeln anpasst werden. Am Heck waren die Leisten teilweise nur 3 mm, in der Mitte 10 mm, dann wieder 4 mm und am Bug wieder 10 mm breit.


Doch wie auf dem Bildern zu sehen, war irgendwann Anfang 1998 der Rumpf, bis auf den Spiegel oberhalb der Wasserlinie fertig beplankt. Jetzt kam wieder schleifen, schleifen, schleifen..... 
Aber die Form ist einfach super, glatt wie ein Kinderpopo und von den Kurven besser als bei einer Frau.


Rumpf und Helling

 

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